Die Öffnung in der Raumecke schwächt den starken hell-dunkel Kontrast in der Fensterwand ab. Wegen der Verunklärung der Ecke wirkt der Raum etwas aufgerissen.

Die breite, quer über die Wand reichende Öffnung nimmt der Wand den Abschlusscharakter. Der Raum bietet Ausblick.

Verläuft ein lineares Oberlicht entlang der Kante zwischen Wand und Decke, überflutet das Licht die Wand und erhellt den Raum. Er wirkt dynamisch und dramatisch.

 

Licht ist nicht nur Sehhilfsmittel, sondern Hauptfaktor der Raumstimmung. Seine Eigenschaften, der Bezug zur Lichtquelle und das Spiel von Licht und Schatten bewirken die verschiedensten Emotionen.

Das Empfinden von Tages- und Kunstlicht ist unterschiedlich. Kunstlicht gibt ein Lichtmilieu, das in keiner Weise mit dem des Tageslichts vergleichbar ist. Deshalb sollen Tageslichteigenschaften nicht durch Kunstlicht erzeugt werden.

Gerichtete Beleuchtung zerlegt Körper, schwächt die plastische Wirkung, macht aufmerksam. Vorwiegend gerichtete Beleuchtung erzeugt hell-dunkel Kontraste, erhöht die Plastizität, wirkt angenehm und belebend. Vorwiegend diffuses Licht erzeugt weiche, helle Schatten, wirkt bei schwacher Beleuchtung dämpfend. Diffuse Beleuchtung erschwert die Wahrnehmung von Farben auf Flächen und vermindert die Plastizität von Körpern.

 
  Robert Schmid   Mittlerer Bonacker 14 | 6830 Laterns | Österreich  |  T. +43 (0)699 1154 6093 | E. office@arsforma.at