Wir empfinden einen Raum zunächst über unsere Sinnesorgane. Wir können ihn sehen, spüren, hören und riechen. Entscheidend für die Intensität der Raumempfindung ist die visuelle Wahrnehmung. Die vom Auge aufgenommenen Informationen über Lichtfarbe, Lichtrichtung, Helligkeitsunterschiede und Schattenbegrenzungen erzeugen Eindrücke wie Helligkeit oder Dunkelheit, Buntheit oder Eintönigkeit, Weite oder Enge und lassen Räume erhaben, mystisch, magisch, gemütlich oder heimelig wirken. Der Tastsinn gibt uns nicht nur Aufschluss über Form und Beschaffenheit von festen Körpern, sondern lässt uns auch anhand der klimatischen Faktoren Temperatur, Luftfeuchte und Luftbewegung die Behaglichkeit des Raumes beurteilen. Die über den Hörsinn vermittelte Nachhallerfahrung unterstützt die Raumwahrnehmung, insofern als das Volumensempfinden, je nachdem ob an den Oberflächen mehr Schall reflektiert oder absorbiert wird, mehr oder weniger intensiv ist. Unseren Geruchssinn gebrauchen wir oft unbewusst. Wir suchen beispielsweise gerne gepflegte Stadtcafes auf, meist ohne uns der Bedeutung ihres Duftes gewahr zu werden.

Raumgestaltung ist mehr als die Lösung von Aufgabenstellungen nach funktionalen und formal-ästhetischen Gesichtspunkten. Es geht um die Schaffung von Orten anstelle bloßer Räume - Orte, die für ihre Benutzer eine Bedeutung haben.

 
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